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„Many choose to die out of Coronavirus instead of hunger!“


Wasserspender in Brikama.

ENGLISH TRANSLATION BELOW

TRADUCCIÓN AL ESPAÑOL ABAJO


Von Marlene

Die interviewte Person möchte anonym bleiben.


1. Welche Schritte hat die gambische Regierung eingeleitet und was hat sich bereits verändert?

Die gambische Regierung setzte auf die Aufklärung durch Informationsveranstaltungen und Medien (Facebook, Fernseher, Radio und WhatsApp). Diese Programme sind noch immer am Laufen, aber bemerkenswerte Veränderungen gab es bisher nicht. Einfach weil die Aufklärungsarbeit zu spät begonnen, und die Bevölkerung falsche Informationen erhalten hat, bevor die Regierung reagierte.


2. Wie fühlst du dich auf Grund der Beschränkungen, die die Regierung verhängt hat?

Beschränkungen sind das beste Werkzeug, um Ausbrüche zu kontrollieren. Überall, das gilt auch für Gambia.

Auch wenn die Beschränkungen in Gambia nicht gerechtfertigt sind, bewegen sich und handeln die Menschen als wären wir in normalen Zeiten. Kontaktbeschränkungen, das Vermeiden von Händeschütteln und andere Vorkehrungsmaßnahmen werden von den Menschen nicht beachtet.

Natürlich sind Schulen, religiöse Einrichtungen und andere Ämter geschlossen aber die Leute folgen nicht den Richtlinien der WHO und treffen sich immer noch auf Märkten, Fußballfeldern, Sportzentren, Beerdigungen und Zeremonien, ohne Abstand zu halten. Also für mich sind die Beschränkungen keine Lösung, da die Menschen den Regelungen nicht nachkommen.


3. Wovor hast du derzeit Angst?

Jetzt gerade ist meine größte Angst, dass wenn sich das neuartige Virus in Gambia ausbreitet, die Auswirkungen schlimmer sein könnten als in den Ländern, in denen es bisher die größten Ausmaße angenommen hat. Die Mehrheit vertritt die Meinung, dass das Virus in Gambia gar nicht existiert, obwohl wir schon mit signifikanten Zahlen zu tun hatten. Andere nennen es Propaganda.


4. Du nennst dich Aktivist für gesundheitliche Aufklärung, ist das richtig? Was genau macht ihr gerade in den Zeiten von Covid-19?

Ja! Wir haben mit der Gesundheitserziehung und Sensibilisierung für das Coronavirus begonnen, bevor es den Senegal erreicht hat. Von da an bis heute, handeln wir konsequent und in gleicher Weise.

Wir sind immer noch jeden Tag dabei die Bevölkerung zu sensibilisieren. Mein Team und ich sind sogar Kilometer weit gereist, um Menschen in den örtlichen Gemeinden, Schulen und anderen sozialen Einrichtungen zu treffen, bevor die Einschränkungen vorgeschrieben wurden.

Jetzt beschäftige ich mich mit der Online-Sensibilisierung auf der WhatsApp-Plattform namens "Distance Discussion on COVID-19" (#DDOC). Dort mache ich in jeder Sitzung ein Brainstorming und interagiere mit hunderten von Menschen.


5. Halten sich die Menschen in deiner Umgebung an die Vorschriften der Regierung?

Selbst nachdem ich so viele Menschen in meiner Umgebung sensibilisiert und geschult habe, bleibt die Tatsache bestehen, dass sie sich nicht an die Vorschriften halten. In Gambia lebt die Mehrheit von ihrem täglichen Verdienst, sie leben von der Hand in den Mund. Sie können nicht zu Hause sitzen, ohne Essen für die Familie. Infolgedessen halten sie sich nicht an die Vorschriften. Sie müssen essen, und sie können es sich nicht leisten, vom „Hungervirus“ getötet zu werden.



6. Wie reagieren die Menschen auf eure Aufklärungsarbeit?

Im Anfangsstadium der Programme dachten viele Leute, es sei nicht in Ordnung. Sie konnten sich nicht vorstellen, dass das Virus, das in China war, nach Gambia kommt. Also konnten sie keine Verbindung herstellen.

Trotzdem habe ich nie aufgegeben. Ich habe in Schulen und sozialen Medien weitergemacht. Dann kamen einige Freunde dazu. Also begannen wir die Leute zu überzeugen, denn wir geben ihnen immer Referenzen, damit sie die Infos noch einmal überprüfen können. Zusätzlich stelle ich meine Kontakte für Fragen zur Verfügung. Heute folgen mir viele Leute in den sozialen Medien und sogar in lokalen Gesprächen. Ich bin froh, dass es schrittweise vorangeht, denn nicht jeder kann die Dinge sehen, wenn sie noch weit entfernt sind.


7. Wie informierst du dich über SARS Covid-19?

Ich nehme die Informationen von BBC und anderen Nachrichtenunternehmen.


8. Denkst du, dass Gambia richtig auf den ersten Covid-19 Fall reagiert hat?

Nachdem der erste Fall angekündigt worden war, kam es am folgenden Tag zu einer Art Chaos, und die Reaktion der Regierung war langsam. Aus diesem Grund gingen viele Menschen hinaus, um die Gesellschaft zu sensibilisieren, aber die meisten dieser Menschen sind keine Gesundheitsexperten. Und das hat schwerwiegende Auswirkungen auf die Informationen, denn viele Menschen waren falsch informiert.


9. Was wünschst du dir von der gambischen Regierung?

Ich wünschte, die Regierung könnte das Virus eindämmen und ein pragmatisches und gut ausgestattetes Gesundheitssystem aufbauen.


10. Was denkst du über die WHO? Wie kann sie helfen oder was sollte sie anders machen?

Die WHO hat großartige Arbeit geleistet, und was mich betrifft, tut sie das noch. Ungeachtet dessen gibt es immer Raum für Verbesserungen. Sie sollten ihre Sensibilität erhöhen und interregionale und interkontinentale Projektgruppen bilden, um COVID-19 zu besiegen.

Einige deiner Beiträge in sozialen Netzwerken handeln von " HUNVID-20 ". Kannst du mehr darüber sagen und was es mit dir macht?

„HUNVID-20“, damit meinte ich das „Hungervirus“. Meiner Meinung nach ist es inakzeptabel, dass Menschen im Namen von Vorsichtsmaßnahmen zu Hause eingesperrt werden und an Hunger sterben. Jemand, der Hunger hat, kümmert sich nicht um die Vorsichtsmaßnahmen, sondern zuerst um seinen Magen.

Auch wenn ich die Vorsichtsmaßnahmen respektiere und ihnen zugestimmt habe, kann man die Menschen dennoch nicht mit leeren Händen zu Hause lassen. Sie müssen essen, um gesund zu sein, denn eine der Empfehlungen der WHO lautet, sich gesund zu ernähren. Aber was ist mit jemandem, der nicht einmal genügend Nahrung hat, wenn er sich weniger gesund ernährt? Sie könnten an einem „Hungervirus“ sterben, und viele entscheiden sich dafür, an einem Coronavirus, statt an Hunger zu sterben!


11. Was ist deiner Meinung nach, das größte Problem der Krise?

Meiner Meinung nach ist es die Denkweise, aufgrund von Fehlinformationen.


ENGLISH TRNASLATION

„Many choose to die out of Coronavirus instead of hunger! “

By Marlene

The person interviewed wishes to remain anonymous.


1. Which steps are the Gambian government following these days? What has already changed?

The Gambian government has venture into sensitization through media (what's app, Facebook, TV, radio) and also roadshow sensitization. These processes are still on. But no significant change (s) has been made so far, simply because, the sensitization process was very late and the population was misinformed before the government act.


2. How do you feel about the restrictions the government imposed?

Restrictions are the best tool in the arena of outbreak control. Anywhere, in which Gambia is not an exception.

However, the government's restrictions here, are not justifiable. People still move and act freely as if we're in normal times. Social distancing, avoiding handshaking and other precautionary guidelines are not observed by the people.

Of course schools, religious centres and other offices are closed but still people do not follow these prescribed guidelines from WHO and they still meet in markets, football fields, gym centres, funerals and ceremonies without observing physical distancing at all. So, to me there's no point in imposing those restrictions because people are not complying due to some reasons.


3. What are you afraid of right now?

Right now, my biggest fear is when the novel COVID-19 spread across The Gambia, it could be worse than any other country that has so far experienced the greatest impact of the virus. Majority's mindset remain that, Coronavirus doesn't even exist in The Gambia, after having interacted with significant numbers. In fact, others terming it as propaganda.


4. You call yourself an activist for health education, is that right? What exactly are you guys doing during the time of Covid-19?

Boldly and loudly, yes! We have started Health education and sensitization of Coronavirus before it has reached in Senegal. From that time to date, we are consistently doing and acting in the same line of thinking.

We are still on the sensitization every single day, in fact my team and I have been travelled kilometres to meet people in the local communities, schools and other social places before the restrictions were prescribed.

Now I am into online sensitization on WhatsApp platforms called, Distance Discussion on COVID-19 (#DDOC). Where I brainstorm and interact with hundreds of people in every session.


5. Do the people in your surroundings conform to the regulations?

Even after sensitizing and training so many people in my surrounding, the fact still remains that they don't conform to the regulations. In the Gambia majority live on their daily earns, they live on hand to mouth. They cannot sit at home without anything for the family to eat. As a result, they don't conform to the regulations. They must eat, and they can't afford to be killed by hunger virus.


6. How do the people react to your programmes?

At the infant stage of the programmes, many people thought it was not okay, because they couldn’t imagine the virus that was in China, is coming to The Gambia. So, they couldn't connect the dots. Yet, I never gave up. I continued with it in schools and social media. Then some friends joined. So, we started to convince people, because we always give them references, to double-check. I also do share my contacts for questions. But today lots of people follow me on social media and even on local communications. I am happy that it happens gradually because not everyone can see things when they are far away.


7. Where do you get your information’s about SARS Covid-19?

I got the information on BBC and other social media franchise.


8. Do you think that the Gambia showed a good reaction after the first case?

Well, after the first case was announced, there was some sorts of mayhem the following day and the government's reaction was slow. Due to this, lots of people went out there to sensitize communities, but most of these people are no health experts. And that has serious impact on the information, because many people were misinformed.


9. What do you wish from the Gambian government?

I wish the government could contain the virus and put up a pragmatic and well-equipped health system.


10. What do you think about WHO? How can they help or what should they do differently?

WHO has done great and is doing well as far as I am concerned. Notwithstanding, there is always room for improvement. They should increase their level of sensitivity and form interregional and intercontinental task forces to defeat COVID-19.


11. Some of your posts on social media are about “HUNVID-20 “ . Can you say more about this and how it makes you feel?

HUNVID-20, here I meant hunger virus. It's unacceptable in my opinion for people to be caged home and die of hunger in the name of precautionary measures. Someone hungry is not worry about the precautions instead his or her stomach first.

Even though I respect and agreed to the precautions, you can't lock people home empty handily. They must eat to be healthy because one of the recommendations from WHO is to eat healthy diets, but what if someone who doesn't even has diet, takes less healthy one. They could die out of hunger virus and many choose to die out of Coronavirus instead of hunger!


12. What is the biggest problem of the crisis in your opinion?

As far as I am concerned, it's the mindsets due to misinformation.



TRADUCCIÓN AL ESPAÑOL

„Many choose to die out of Coronavirus instead of hunger! “


De Marlene

La persona entrevistada desea permanecer en el anonimato.


1. ¿Qué medidas ha tomado el gobierno de Gambia y qué es lo que ya ha cambiado?

El gobierno gambiano ha confiado en la educación a través de eventos informativos y medios de comunicación (Facebook, TV, radio y WhatsApp). Estos programas siguen en marcha, pero no ha habido cambios notables hasta ahora. Simplemente porque la labor educativa comenzó demasiado tarde y la población recibió información falsa antes de que el gobierno reaccionara.


2. ¿Qué opina de las restricciones impuestas por el gobierno?

Las restricciones son la mejor herramienta para controlar los brotes. En todas partes, incluida Gambia.

Incluso si las restricciones en Gambia no están justificadas, la gente se mueve y actúa como si estuviéramos en tiempos normales. Las restricciones de contacto, los apretones de manos y otras precauciones no son respetadas por la gente.

Por supuesto, las escuelas, las instituciones religiosas y otras oficinas están cerradas, pero las personas no siguen las directrices de la OMS y siguen reuniéndose en mercados, campos de fútbol, centros deportivos, funerales y ceremonias sin guardar distancia. Así que para mí las restricciones no son una solución, porque la gente no sigue las normas.


3. ¿De qué tienes miedo ahora mismo?

En este momento, mi mayor temor es que si el nuevo virus se propaga en Gambia, los efectos podrían ser peores que en los países donde ha alcanzado sus mayores proporciones. La mayoría cree que el virus no existe en Gambia, aunque ya hemos tratado con cifras significativas. Otros lo llaman propaganda.


4. Se llama a sí mismo un activista de la educación para la salud, ¿es eso correcto? ¿Qué es exactamente lo que haces en los días de Covid-19?

¡Sí! Empezamos la educación sanitaria y la concienciación sobre el virus de la corona antes de que llegara a Senegal. Desde entonces hasta hoy, hemos sido consistentes y consecuentes.

Seguimos concienciando a la gente cada día. Mi equipo y yo incluso viajamos millas para conocer a gente de comunidades locales, escuelas y otras instituciones sociales antes de que se impusieran las restricciones.

Ahora estoy trabajando en la concienciación online en la plataforma de WhatsApp llamada "Discusión a distancia sobre COVID-19" (#DDOC). Allí hago una lluvia de ideas en cada sesión e interactúo con cientos de personas.


5. ¿La gente que te rodea sigue las normas del gobierno?

Incluso después de haber sensibilizado y entrenado a tantas personas de mi entorno, el hecho es que no siguen las reglas. En Gambia, la mayoría vive de sus ingresos diarios, viven de la mano a la boca. No pueden sentarse en casa sin comida para la familia. Como resultado, no respetan las reglas. Tienen que comer, y no pueden permitirse morir por el "virus del hambre".



6. ¿Cómo reacciona la gente a su trabajo educativo?

En las primeras etapas de los programas, muchas personas pensaron que no era correcto. No podían imaginar que el virus que estaba en China llegara a Gambia. Así que no pudieron hacer una conexión.

Aún así, nunca me di por vencido. Continué en las escuelas y en los medios de comunicación social. Entonces aparecieron algunos amigos. Así que empezamos a convencer a la gente, porque siempre les damos referencias para que puedan comprobar la información de nuevo. Además, pongo a disposición mis contactos para preguntas. Hoy en día mucha gente me sigue en los medios sociales e incluso en las conversaciones locales. Me alegro de que sea un proceso paso a paso, porque no todo el mundo puede ver las cosas cuando todavía están lejos.


7 ¿Cómo te enteras del SARS Covid-19?

Tomo información de la BBC y de otros medios de comunicación.


8. ¿Cree que Gambia reaccionó correctamente al primer caso de Covid-19?

Después de que se anunciara el primer caso, al día siguiente hubo una especie de caos y la reacción del gobierno fue lenta. Por esta razón, muchas personas salieron para concienciar a la sociedad, pero la mayoría de estas personas no son profesionales de la salud. Y esto tiene serias implicaciones para la información, porque muchas personas fueron mal informadas.


9 ¿Qué quieres del gobierno de Gambia?

Desearía que el gobierno pudiera contener el virus y construir un sistema de salud pragmático y bien equipado.


10. ¿Qué opina de la OMS? ¿Cómo puede ayudar o qué debería hacer de manera diferente?

La OMS ha hecho un gran trabajo, y en lo que a mí respecta, todavía lo hace. Sin embargo, siempre hay espacio para mejorar. Deberían sensibilizar y formar grupos de proyectos interregionales e intercontinentales para derrotar a COVID-19.

Algunos de sus mensajes en las redes sociales son sobre "HUNVID-20". ¿Puedes decir más sobre ello y lo que te hace?

"HUNVID-20", con lo que me refiero al "virus del hambre". En mi opinión, es inaceptable que la gente se encierre en casa y muera de hambre en nombre de las precauciones. Alguien que tiene hambre no toma las precauciones, pero primero cuida su estómago.

Aunque respeto las precauciones y las he aceptado, no puedes dejar a la gente en casa con las manos vacías. Deben comer para estar sanos, porque una de las recomendaciones de la OMS es comer alimentos sanos. Pero, ¿qué pasa con alguien que ni siquiera tiene suficiente comida cuando come menos sano? Podrían morir de un "virus del hambre", y muchos eligen morir de un virus de la corona en lugar de morir de hambre!


11. ¿Cuál cree que es el mayor problema de la crisis?

En mi opinión, es la forma de pensar, debido a la desinformación

Traducción realizada con la versión gratuita del traductor www.DeepL.com/Translator

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