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Interview with Paul Mukara Masereka, medical laboratory assistant in Uganda

Aktualisiert: Mai 1

ENGLISH TRANSLATION BELOW

TRADUCCIÓN AL ESPAÑOL ABAJO

Name: Paul Mukara Masereka

Alter: 34 Jahre

Beruf: Medizinischer Laborant

Standort: Mukono, Uganda

Informationen:

- beschäftigt bei der Regierung

- arbeitet im Gesundheitszentrum Kojja IV

- Gesundheitsunterdistrikt Mukono Süd

- Sprecher für Covid 19 durch den Distriktgesundheitsbeauftragten (9 ausgewählte Personen)

Dieses Interview wurde über WhatsApp geführt. Die Fragen wurden in einer Nachricht gesendet. Paul antwortete mit mehreren Sprachnotizen. 15.04.2020

Welche Maßnahmen hat Uganda ergriffen?

Jedes Geschäft, jeder Supermarkt usw. muss eine ordentliche Handwaschmöglichkeit oder ein Handdesinfektionsmittel anbieten.

Alle Schulen sind geschlossen. Einige Schülerinnen und Schüler haben gerade ihre Abschlussprüfungen. Sie wissen aber nicht, wann sie fortfahren können. Sie warten auf die nächsten Informationen durch den Präsidenten.

Taxis und Privatautos dürfen nicht fahren. Davor haben wir alle Grenzen und unseren Flughafen geschlossen, sowie allen öffentlichen Transporte von der Straße verbannt.

Lebensmittelgeschäfte dürfen geöffnet haben, aber die Händler müssen im Geschäft übernachten, um das Virus nicht zu ihren Familien nach Hause zu transportieren.

Zu Beginn wurden die Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens gebeten, eine Reihe von Personen auszuwählen, die während der Sperrung im Dienst bleiben sollen.

Wie wirkte sich dies auf die Gesellschaft und die Wirtschaft aus?

Die Wirtschaft wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Es gibt keine Geschäftsleben mehr. Es wird nicht gearbeitet.

Der Verkehr und die Infrastruktur ist eines der Hauptprobleme. Wenn es also keinen Transport gibt, gerät alles zum Erliegen. Die landwirtschaftlichen Erzeuger sind solidarisch, indem sie günstigere Preise anbieten. Auch wegen des Mangels an Käufern. Die Wirtschaft befindet sich im Stillstand.

Gibt es Hilfe für Menschen, die darunter leiden, dass sie ihr Essen oder ihre Gesundheitsversorgung bezahlen müssen?

Die Regierung hat die Menschen, die nicht mehr arbeiten können, mit Lebensmitteln versorgt: Posho (Maisbrei) und Bohnen.

Hat sich Ihr tägliches Leben verändert?

Es hat sich verändert. Jeder Ugander muss um 19 Uhr zu Hause sein. Das sind wir nicht gewohnt. Niemand darf nach draußen, außer auf ihrem eigenen Bauernhof, im Garten, auf dem Gelände oder auf ihrer Veranda.

In den kleinen Dörfern wie Katosi werden die Bürger gebeten, jede neue und unbekannte Person auf der Straße dem nächsten Polizisten oder dem nächsten Vorgesetzten zu melden.

Wir haben Mühe, etwas zu essen zu bekommen. Vor allem wegen der großen Bevölkerung und der fehlenden Transportmöglichkeiten. Seit kurzem liefern boda bodas Lebensmittel von den Märkten und Supermärkten zu den Menschen nach Hause. Oft verlangen sie viel zu viel Geld. Es gibt so viele bedürftige Menschen. Einige gehen einfach mit dem Geld weg und kommen nie wieder zurück.

Wie hat sich die Situation in Kojja verändert?

Nachts hat sich die Situation auch deshalb geändert, weil es uns an Teilzeitkräften fehlt. Die schwangeren Mütter in den Dörfern haben unter dem Mangel an Transportmitteln gelitten. Der Distrikt hat jedoch dafür gesorgt, dass einige Arbeiter und Fahrer immer einsatzbereit sind.

Die Bezirksvorsteher und das Gesundheitspersonal wurden gebeten, die Mütter in ihrem letzten Trimester zu listen. Dennoch sehen sich viele werdende Mütter bei der Entbindung mit einem Problem konfrontiert oder sind gefährdet.

Die Zahl der Patienten ist im Allgemeinen zurückgegangen, weil sie kein Transportmittel haben, mit dem sie uns erreichen können.

Hat das Gesundheitsministerium neue Kapazitäten geschaffen (Betten, Ausrüstung, Personal, Village Health Teams)?

Das Gesundheitsministerium ist derzeit dabei, neue Kapazitäten zu schaffen.

Wie arbeiten die Dorfgesundheitsteams (Village Health Teams, VHTs) derzeit?

Die VHTs sensibilisieren die Gemeinden. Auch informieren sie uns (das Gesundheitspersonal) über Verdachtsfälle und die Stimmung in der Gesellschaft. Sie spielen in der gegenwärtigen Situation eine sehr wichtige Rolle.

Führen Sie im Kojja Health Centre Tests durch? Wenn ja, welche Art von Tests führen Sie durch? Wer bezahlt diese?

Die Tests des Virus Covid-19 hier in Uganda werden nur vom Uganda Virus Research Institute in Entebbe durchgeführt.

Die Testdurchführung ist für die kleineren Einrichtungen zu teuer, deshalb nutzen wir immer noch nur dieses eine Zentrum.

Wir nehmen die Proben (z.B. im Mulago Hospital) und transportieren sie zur Verarbeitung nach Entebbe.

Ich kann Ihnen also im Moment nicht sagen, welche Art von Tests wir haben. Die Regierung ist für die Abwicklung der Tests verantwortlich.

Haben Sie Gesichtsmasken für jeden Arbeitgeber? Wie sieht es mit Handschuhen aus?

Nicht jeder Arbeitgeber hat eine Maske erhalten. Wir haben nicht alle Masken, nur einige wenige. Wir haben Handschuhe, aber nicht genug. Die Regierung hat versprochen, mehr zu produzieren.

Kommen die Menschen immer noch zur Arbeit ins Krankenhaus? Haben einige zu viel Angst davor, sich zu infizieren und kommen deshalb nicht mehr zur Arbeit?

Die Menschen kommen zur Arbeit. Aber die Herausforderung besteht darin, sie von zu Hause zur Arbeit zu befördern.

Ansonsten haben sie nicht allzu viel Angst, weil sie ausgebildet wurden.

Sie werden nur durch das Transportproblem behindert - ansonsten sind sie bereit zu arbeiten.

Viele Beschäftigte des Gesundheitswesens haben keine privaten Autos. Aber wenn sie eines haben, dann können sie vom Gesundheitsministerium einen Aufkleber bekommen. Das erlaubt ihnen, unterwegs zu sein und sich frei zu bewegen. Manche Mitarbeiter leben sehr weit vom Kojja Health Centre entfernt. Einige schlafen daher jetzt neben der Einrichtung.


ENGLISH TRANSLATION


Interview with Paul Mukara Masereka, medical laboratory assistant in Uganda


Name: Paul Mukara Masereka

Age: 34 years

Profession: medical lab technician

Location: Mukono, Uganda

Information:

- employed by the government

- works at Kojja Health Centre IV

- Mukono South Health Subdistrict

- spokesperson for Covid-19 by the District Health Officer (9 selected people)

This interview was done via WhatsApp. The questions were sent in a message. Paul responded with several voice memos. 15.04.2020

Which measures did Uganda take?

Every shop, supermarket etc. needs to offer a proper hand washing facility or hand sanitizer.

All schools are closed. Some students are currently doing their final exams, but don’t know when they can continue. They are waiting for the next information from the president.

Taxis and private cars are not allowed to move anymore.

Before that, we closed all borders, our airport and banned all transport from the streets.

Food stores are allowed to be open. But the salesmen have to stay in the shop in order to prevent taking the virus home to their families.

In the beginning the health care workers were asked to pick a number of people who are supposed to stay on duty during the lockdown.

How did it effect the society and the economy?

The economy has been effected so much. No business is going on. No work is going on.

Transport is one of the major issues. So when there is no transport, everything is down.

Agricultural producers show solidarity by offering cheaper prices. Also due to lack of buyers

the economy is standing still.

Is there any help for people who suffer paying for their food or healthcare?

The government has supplied food to the people that had to stop working: Posho and beans.

Did your daily life change?

It changed because every Ugandan has to be at home bat 7 o'clock pm. We are not used to it. It is not allowed to be outside, only to be at your own farm, garden, compound or your veranda.

In the small villages like Katosi, the citizens have to report every new and unknown person on the street to the next policeman or chairperson.

We are struggling to get something to eat. Especially because of the big population and no transport. Recently boda bodas are delivering food from the markets and supermarkets to the people’s homes. Often they overcharge you. There are so many needy people. Some just leave with the money and never come back.

How did the situation change at Kojja?

At night, the situation also changed because there is a lack of part-time workers.

Pregnant mothers in the villages have suffered due to lack of transport.

However, the district made an arrangement for some workers and drivers to be always on standby.

Subcounty chiefs and health workers were requested to outline the mothers in their last trimester. Some mothers still have to face a problem when they give birth.

The number of patients in general has reduced, because the people don’t have transport to reach the health facillities.

Did the MoH create new capacities (beds, equipment, personnel, village health teams)?

The MoH is currently in the process of creating new capacities.

How do the village health teams (VHTs) currently work?

The VHTs are sensitizing the communities.

Also they are informing us (the health care workers) about suspected cases and the atmosphere in the society.

They play a very important role in the current situation.

Do you do tests at Kojja? If yes, what kind of tests? Who pays for them?

The tests of the Covid-19 virus here in Uganda is only made by the Uganda Virus Research Institute in Entebbe.

The test processing is too expensive for the smaller facilities. That’s why, we still use this one center.

We take the samples (e.g. at Mulago) and transport them to Entebbe for the processing.

So at the moment I can’t tell you what type of test we have.

The government is responsible for the facilitation of the tests.

Do you have face masks for every employer? What about gloves?

Not every employer has received a mask.

We don’t all have masks, just a few of us.

We have gloves, but not enough.

The government promised to produce more.

Do people still come to work at the hospital? Are some too afraid to get infected and don’t come to work anymore?

People come to work. But the challenge is to transport them from their home to work.

Otherwise they are not too afraid because they are trained.

They are only hindered by the fact of transport – otherwise they are ready to work.

Many health workers don’t have private cars. But if they have one, they can get stickers by the MoH. That allows them to be on the road and to move freely.

Some people also stay very far from the facility.

Currently, some of our workers sleep next to the facility.



TRADUCCIÓN AL ESPAÑOL


Entrevista con Paul Mukara Masereka, asistente de laboratorio médico en Uganda


nombre: Paul Mukara Masereka

edad: 34 años

profesión: Asistente de laboratorio médico

ubicación: Mukono, Uganda

información:

- empleado por el gobierno

- trabaja en el centro de salud Kojja IV

- subdistrito de Salud de Mukono Sur

- Persona entrevistada para el Covid-19 por el asesor de salud del distrito (9 personas seleccionadas)

Esta entrevista se realizó a través de WhatsApp. Las preguntas fueron enviadas en un mensaje. Paul respondió con varias notas de voz. 15.04.2020

¿Qué medidas ha adoptado Uganda?

Cada tienda, supermercado, etc. debe proveer una instalación apropiada para lavarse las manos o desinfectarse las manos. Todas las escuelas están cerradas. Algunos estudiantes están teniendo sus exámenes finales, no saben cuando pueden continuar. Están esperando la próxima información del presidente.

Se ha impedido que los taxis continúen. Incluso los coches privados ya no pueden moverse.

Antes de eso cerramos todas las fronteras, prohibimos nuestro aeropuerto y todos los transportes de la carretera. Las tiendas de comestibles pueden estar abiertas, pero los comerciantes deben permanecer en el negocio para que el virus no sea transportado a casa con sus familias.

Inicialmente, se pidió a los trabajadores de la salud que seleccionaran a un número de personas para que permanecieran de guardia durante el cierre.

¿Cómo afectó esto a la sociedad y a la economía?

La economía se vio gravemente afectada. No hay más negocios. No hay trabajo.

El tráfico y la infrastructura son unos de los principales problemas. Así que si no hay transporte, todo se detiene. Los productores agrícolas se solidarizaron. A causa de la falta de compradores, la economía está escansada.

¿Existe alguna ayuda para las personas que sufren porque tienen que pagar su comida o su atención médica?

El gobierno ha proporcionado alimentos a las personas que han sido postergadas en el trabajo: posho y frijoles.

¿Ha cambiado tu vida diaria?

Ha cambiado porque todos los ugandeses tienen que estar en casa a las 7 pm, que es algo a lo que no estamos acostumbrados. No se permite a nadie fuera. Cuando estés fuera, debes estar en tu granja, en el jardín, en el terreno o en tu terraza.

En pequeños pueblos como Katosi, se pide a los ciudadanos que denuncien a cualquier persona nueva en la calle que no conozcan a la comisaría más cercana o al gobernador más cercano.

Tenemos problemas para conseguir comida. Especialmente por la gran población y la falta de transporte. Recientemente los bodas han empezado a entregar alimentos desde los mercados y supermercados a los hogares de la gente. A menudo exigen demasiado dinero. Hay tanta gente necesitada. Algunos simplemente se van con el dinero y nunca regresan.

¿Cómo ha cambiado la situación en Kojja?

Por la noche la situación también ha cambiado porque no tenemos trabajadores a tiempo parcial. Las madres embarazadas en las profundidades de las aldeas han sufrido por la falta de transporte. Sin embargo, el distrito se aseguró de que algunos trabajadores y conductores estuvieran siempre listos para la acción.

Se pidió a los líderes de distrito y a los trabajadores de la salud que hicieran una lista de las madres en su último trimestre. No obstante, muchas mujeres embarazadas se enfrentaron a un problema durante el parto y se pusieron en peligro.

El número de pacientes ha disminuido en general porque no tienen ningún medio de transporte para llegar a nosotros.

¿Ha creado el Ministerio de Salud nuevas capacidades (camas, equipo, personal, equipos de salud de las aldeas)?

El Ministerio de Salud está en proceso de crear nueva capacidad.

¿Cómo funcionan actualmente los Equipos de Salud de la Aldea (VHT)?

Los VHT conocen a las comunidades. También nos informan (el personal sanitario) sobre los casos sospechosos y el estado de ánimo en la sociedad. Juegan papeles son muy importantes en la situación actual.

¿Realizan pruebas en el Centro de Salud Kojja? Si es así, ¿qué tipo de pruebas realiza? ¿Quién paga por ellos?

Las pruebas del virus Covid-19 aquí en Uganda sólo las realiza el Instituto de Investigación de Virus de Uganda en Entebbe. Las pruebas son demasiado caras para las instituciones más pequeñas, así que sólo usamos este centro.

Tomamos las pruebas (por ejemplo, en el Hospital Mulago) y las transportamos a Entebbe para su procesamiento.

Así que por el momento no puedo decirle qué tipo de prueba tenemos. El gobierno es responsable de manejar las pruebas.

¿Tienes máscaras para cada empleador? ¿Qué hay de los guantes?

No todos los empleadores tienen una máscara. No tenemos máscaras y aquí no tenemos todas las máscaras, sólo algunas.

Tenemos guantes, pero no son suficientes. El gobierno ha prometido producir más.

¿La gente sigue viniendo al hospital para trabajar? ¿Hay personas que tienen demasiado miedo de infectarse y por lo tanto ya no vienen a trabajar?

La gente viene a trabajar. Pero el desafío es llevarlos de casa al trabajo. Por lo demás, no tienen demasiado miedo porque han sido entrenados. Sólo se ven obstaculizados por el problema del transporte, de lo contrario están listos para trabajar.

Muchos trabajadores de la salud no tienen coches privados. Pero si tienen uno, pueden conseguir una etiqueta del Ministerio de Salud. Esto les permite estar en el camino y moverse libremente. Algunos empleados viven muy lejos del Centro de Salud Kojja. Así que algunos de ellos ahora duermen junto a las instalaciones.

Traducción realizada con la versión gratuita del traductor www.DeepL.com/Translator

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