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Covid-19 in Uganda - Interview mit einer Amtsärztin

ENGLISH TRANSLATION BELOW

TRADUCCIÓN AL ESPAÑOL ABAJO



Name: Joanne

Alter: 26 Jahre

Job: Amtsärztin

Stadt: Njeru (Uganda)


1. Wie ist die COVID-19 Situation in Uganda gerade?


Momentan ist sie Situation ruhig. Die meisten identifizierte Fälle haben sich erholt.

2. Welche Maßnahmen hat deine Regierung ergriffen?


a. Schließung aller Einreisepunkte in das Land einschließlich Grenzpunkte, Flughäfen.

b. Landesweite Abriegelung und Ausgangssperre außer für wesentliche Dienste wie Gesundheitswesen, Medien.

c. Schließung aller Schulen und höheren Bildungseinrichtungen.

d. Verbot aller öffentlichen Versammlungen, einschließlich Gotteshäuser, Konferenzen, Bars.

3. Halten sich die Menschen in Ihrer Umgebung an die Vorschriften?


Ja, sie halten sich an die Vorschriften.

4. Wie wird das soziale Leben durch die Vorsichtsmaßnahmen eingeschränkt?


Das soziale Leben hat sich sehr verändert:

alle Gebete wie die Feier der Messen und Gottesdienste werden drinnen in der Familie mit Hilfe der Medien durchgeführt. Viele haben Hochzeiten, Partys, Versammlungen ausgesetzt,

Aufgrund der Einschränkungen wurden viele von ihren Familien und Angehörigen getrennt, die zum Zeitpunkt der Ankündigung der Maßnahmen abwesend waren.

Beerdigungen werden nur von nahen Angehörigen besucht.

5. Was hältst du von den Einschränkungen?


Ich halte die Einschränkungen für notwendig, trotz des großen Unbehagens und der Veränderungen in der Lebensweise, an die wir gewöhnt sind.

Sie haben eine WESENTLICHE Rolle bei der Bekämpfung der Ausbreitung des Virus in meinem Land gespielt.

6. Wovor fürchtest du dich am meisten im Augenblick?


a. Ich habe Angst davor, was in der Zukunft passiert, d.h. nach der COVID-19 Krise. Denn viele Leben wurden eingeschränkt, Geschäfte und Schulen wurden geschlossen. Wir können nur auf das hoffen, was kommen wird, und für den Mut beten, sich dem zu stellen und weiterzumachen.

b. Ich befürchte auch, dass viele Menschen, während wir Erholungen registrieren, zu sehr entspannen und Schutzmaßnahmen vernachlässigen, weil sie denken, es sei alles vorbei.

c. Ich habe Angst, weil wir immer noch kein Heilmittel und/oder keinen Impfstoff haben, was nur bedeutet, dass wir zusätzliche Vorsichtsmassnahmen treffen müssen, um uns zu schützen.

7. Hat Ihre Regierung Ihrer Meinung nach richtig reagiert?


Ja.

8. Fühlen Sie sich über das Virus und die Vorsichtsmassnahmen ausreichend informiert?


Ja.

9. Woher erhalten Sie Informationen (welche Medien, spezifische Ressourcen)?


a. Website des Gesundheitsministeriums

b. Offizielle Website der WHO mit täglichen Lageberichten und Richtlinien.

10. Wie wirken sich Vorschriften der Regierung auf Ihre Arbeit als Organisation aus?


a. Aufgrund des Verbots öffentlicher und aller Formen des Individualverkehrs sehen wir täglich weniger Patienten, da die meisten nicht in der Lage sind, den Weg von ihrem Wohnort zum Krankenhaus zu Fuß zu machen.

b. Es ist eine Herausforderung für das Personal, aufgrund mangelnder Transportmöglichkeiten zum Krankenhaus zu gelangen.

c. Um die Exposition des Personals gegenüber dem Virus so gering wie möglich zu halten, wurden unsere Arbeitszeiten neu festgelegt, um sicherzustellen, dass für den Fall dass es einem schlecht geht, andere für sie/ihn einspringen können. Es kommt so oft vor, dass wir viele Aufgaben übernehmen müssen, um die Abwesenheit von anderen auszugleichen.

11. Wie gehst du mit den Einschränkungen um?


Ziemlich gut. Es ist viel mehr Arbeit für mich, aber für die Gesundheit meiner Patienten ist es das alles wert.

12. Verfügen die Gesundheitseinrichtungen jetzt über mehr Kapazität (Zusatzbetten, Beatmungsgeräte, Mobilisierung anderer Hilfeleistungen)?


Die meisten Krankenhäuser, die zur Bewältigung der Pandemie eingerichtet wurden, haben ihre Kapazität in Bezug auf Bettenkapazität, Anschaffung von mehr Beatmungsgeräten, Krankenwagen usw. Ausgebaut. Andere Krankenhäuser und Gesundheitszentren haben ebenfalls zusätzliche Maßnahmen in diesem Sinne ergriffen.

13. Welche Rolle haben derzeit die Village Health-Teams?


a. Sie sensibilisieren Communities über das Virus und Präventivmassnahmen.

b. Identifizierung und Triage durchführung von COVID-19-Verdächtigen sowie deren Kontaktpersonen.

c. Nachbeobachtung von Patienten mit anderen chronischen Krankheiten wie HIV und deren Anschluss an die medizinische Grundversorgung.

14. Werden in deinem Krankenhaus COVID-19 Tests durchgeführt? Wenn ja, welche Tests werden durchgeführt? Wer wird wann getestet?


Wir durchführen keine Tests. Das Gesundheitsministerium hat spezielle Einrichtungen für die Durchführung der Tests vorgesehen.

15. Hältst du die vom Gesundheitsministerium getroffenen Maßnahmen für angemessen? Sind sie angemessen/zu leicht/schwer/zu streng?


Ich persönlich halte sie für angemessen.

16. Welche Schutzausrüstung wurde in deinem Krankenhaus zur Verfügung gestellt?


N95 Masken, Handschuhe und Augenschutzgurgel.

17. Wie ist die Stimmung in deinem Team? Gibt es jemanden, der nicht mehr zur Arbeit geht, weil er Angst hat, sich mit dem Virus zu infizieren?


Ich habe ein sehr gutes und hart arbeitendes Team. Sie haben inmitten der aktuellen Krise großen Mut bewiesen. Jeder kommt zur Arbeit und arbeitet fleißig mit der verfügbaren PPE.

18. Wer finanziert zusätzliche Maßnahmen/Ausrüstungen/medizinische Einrichtungen?


Das Gesundheitsministerium über die nationale und die jeweilige Distrikt-Arbeitsgruppe.

Auch viele Unternehmen und Einzelpersonen haben viel für den oben genannten Effekt gespendet.

19. Gibt es in Ihrem Krankenhaus Beatmungsgeräte und Sauerstoffversorgung?


Wir haben Sauerstoffversorgungen, ein Beatmungsgerät, das im Operationssaal verwendet wird und daher nicht frei für den Einsatz in anderen Einheiten des Krankenhauses ist.

20. Wie sieht ein typisches Therapieschema aus?


Ich kenne mich mit dem Therapieschema ehrlich gesagt nicht so gut aus. Bis letzte Woche wurde die Betreuung der Patienten nur von einigen ausgewählten Ärzte durchgeführt. Ich werde das Therapieschema weitergeben, wenn ich nach der Durchsicht der kürzlich veröffentlichten Richtlinien noch einmal Gelegenheit dazu bekomme.

21. Folgt dein Krankenhaus der Richtlinien und Empfehlungen der WHO?


Ja.

ENGLISH TRANSLATION


Name: Joanne

Age: 26 years

Job: Medical Officer

Town: Njeru (Uganda)



1. How is the Situation in Uganda because of COVID-19 right now?


Currently the situation is Calm. Most of the identified cases have recovered.

2. What precautions did your government put in place?


Closure of all entry points into the country including border points, airports.

Nationwide lockdown and curfew save for essential services like healthcare, media.

Closure of all schools any institutions of higher learning.

Ban on all public gatherings including places of worship, conferences, bars.

3. Do the people in your surroundings conform to the regulations?


Yes, they do.

4. How is social life restricted by the precautions?


Well nothing is the same:

all prayers such as the celebration of Mass, Services are conducted indoors among family with the aid of the media, many have suspended weddings, parties, meetings,

Due to the restrictions, many have been separated from their families and loved ones who were away at the time the lockdown was announced.

Funerals are only attended by close family. etc.

5. How do you feel about the restrictions?


I feel the restrictions are necessary despite the great discomfort and change in the way of life we are used to.

They have played a SIGNIFICANT role in combating the spread of the Virus in my country.

6. What are you afraid of right now?


I’m afraid of what happens in the future, the post COVID-19 future that is. Because many lives have been put on hold, businesses closed, schools closed. We can only hope for what is to come and pray for the courage to face it head on and move on.

I’m also afraid that as we register more recoveries, many people may relax and become lax in protective measures thinking it’s all over.

I’m afraid because we still do not have a cure and/or vaccine which only means we have to take extra precaution to protect ourselves.

7. In your opinion, did your government react properly?


Yes.

8. Do you feel enough informed about the virus and precautions?


Yes.

9. Where do you get information from (which media, specific resources)?


Ministry of Health website

WHO official website including daily situation reports and guidelines.

10. How do regulations by the government affect your work as an organization?


Due to the ban on public and all forms of private transport, we see fewer patients each day as most are unable to walk the distance from their homes to the hospital.

There is a challenge in staff getting to the hospital due to lack of transportation.


To minimize staff exposure to the virus, our work schedules have been reset to ensure some staff are reserved in the event one is unwell. So many a time you find yourself handling many duties to compensate for the other’s absence.

11. How are you dealing with the restrictions?


Fairly well. It’s a lot more work on my part but it’s all worth it for the health of my patients.

12. Do healthcare facilities have more capacity now (extra beds, ventilators, mobilization of other assistance)?


Mostly the hospitals set aside to handle the pandemic have had their capacity in terms of bed space, acquisition of more ventilators, ambulances etc. built to handle the situation.

Other hospitals and health centers have also put up extra measures to that effect.

13. Which role have at the moment Village Health teams?


Sensitization of the community about the virus and preventive measures.

Triaging and identification of COVID-19 suspects plus their contacts.

Follow up of patients with other chronic illnesses such as HIV and linking them to essential healthcare.

14. Do you conduct COVID-19 Tests at your hospital? If yes, which tests do you conduct? Who is tested and when?


No. There are specific institutions set aside by Ministry of Health to do the testing.

15. Do you think the measures taken by the Ministry of Health are reasonable? Are they appropriate/too light/too strict?


I think they are appropriate.

16. Which protective equipment has been provided at your hospital?


N95 masks, gloves and eye gargles.

17. How is the mood in your team? Is there someone who do not go to work anymore because they fear to contact the virus?


I have an amazing and hardworking team. They have shown great courage in the midst of the current crisis. Everyone shows up for work and works diligently with the available PPE.

18. Who funds extra measures/equipment/medical facilities?


The Ministry of Health through the National and respective district task force.

Also, many companies and individuals have donated a great deal to the above effect.

19. Are there ventilator and oxygen supplies at your hospital?


We have oxygen supplies, a ventilator that’s used in the operating room thus not free for use in other units of the hospital.

20. How does a typical therapy scheme look like?


I’m honestly not well versed with the therapy scheme as the care of the patients until last week was by some selected doctors. I'll be sharing the treatment scheme if given another opportunity having reviewed the recently released guidelines.

21. Does your hospital follow instructions and suggestions of WHO?


Yes. We do.


TRADUCCIÓN AL ESPAÑOL


Nombre: Joanne Edad: 26 años Trabajo: Oficial médico Ciudad: Njeru (Uganda)




1. ¿Cuál es la situación de COVID-19 en Uganda en este momento?

Por el momento la situación es tranquila. La mayoría de los casos identificados se han recuperado.

2. ¿Qué medidas ha tomado su gobierno?

a. Cierre de todos los puntos de entrada al país, incluidos los puntos fronterizos, los aeropuertos.

b. Cierre y toque de queda en todo el país, excepto para los servicios esenciales como la atención médica, los medios de comunicación.

c. Cierre de todas las escuelas e instituciones de educación superior.

d. Prohibición de todas las reuniones públicas, incluyendo lugares de culto, conferencias, bares.

3. ¿La gente que te rodea respeta las reglas?

Sí, se rigen por las reglas.

4. ¿Cómo se restringe la vida social por las precauciones tomadas?

La vida social ha cambiado mucho:

todas las oraciones como la celebración de misas y servicios se hacen en el interior de la familia con la ayuda de los medios de comunicación. Muchos han suspendido bodas, fiestas, reuniones,

Debido a las restricciones, muchos fueron separados de sus familias y parientes que estaban ausentes en el momento en que se anunciaron las medidas.

A los funerales sólo asisten parientes cercanos.

5. ¿Qué piensa de las restricciones?

Creo que las restricciones son necesarias, a pesar de la gran incomodidad y los cambios en el estilo de vida a los que estamos acostumbrados.

Han jugado un papel ESENCIAL en la lucha contra la propagación del virus en mi país.

6. ¿Qué es lo que más temes en este momento?

a. Tengo miedo de lo que pasará en el futuro, es decir, después de la crisis de COVID-19. Debido a que muchas vidas han sido restringidas, las tiendas y las escuelas han sido cerradas. Sólo podemos esperar lo que está por venir y rezar para tener el valor de enfrentarlo y continuar.

b. También me temo que, mientras registramos las recuperaciones, muchas personas se relajan demasiado y descuidan las medidas de protección porque piensan que todo ha terminado.

c. Me temo que porque todavía no tenemos una cura y/o vacuna, lo que sólo significa que tenemos que tomar precauciones extra para protegernos.

7. ¿Cree que su gobierno ha reaccionado correctamente?

Sí.

8. ¿Se siente adecuadamente informado sobre el virus y las precauciones tomadas?

Sí.

9. ¿Dónde se puede obtener información (qué medios, recursos específicos)?


a. Página web del Ministerio de Salud


b. Sitio web oficial de la OMS con informes diarios de situación y directrices.

10 ¿Cómo afectan las regulaciones gubernamentales a su trabajo como organización?

a. Debido a la prohibición de los transportes públicos y privados, vemos cada día menos pacientes, ya que la mayoría no pueden ir a pie desde sus casas hasta el hospital.


b. Es un reto para el personal llegar al hospital debido a la falta de medios de transporte.


c. Para minimizar la exposición del personal al virus, se ha redefinido nuestro horario de trabajo para asegurar que si una persona se encuentra mal, otras puedan sustituirla. Ocurre tan a menudo que tenemos que asumir muchas tareas para compensar la ausencia de otros.

11. ¿Cómo se ocupa de las restricciones?

Bastante bien. Es mucho más trabajo para mí, pero vale la pena por la salud de mis pacientes.

12. ¿Las instalaciones sanitarias tienen ahora más capacidad (camas adicionales, ventiladores, movilización de otras ayudas)?

La mayoría de los hospitales creados para hacer frente a la pandemia tienen su capacidad en términos de capacidad de camas, compra de más ventiladores, ambulancias, etc. Expandido. Otros hospitales y centros de salud también han adoptado medidas adicionales a este respecto.

13 ¿Cuál es el papel actual de los Equipos de Salud de la Aldea?

a. Conciencian a la comunidad sobre el virus y las medidas preventivas.

b. Identificación y triaje de los sospechosos de COVID-19 y sus personas de contacto.

c. c. Seguimiento de pacientes con otras enfermedades crónicas como el VIH y su conexión con la atención primaria de la salud.

14. ¿Se realizan las pruebas de COVID-19 en su hospital? Si es así, ¿qué pruebas se realizan? ¿Quién se hace la prueba y cuándo?

No hacemos pruebas. El Ministerio de Salud ha creado instalaciones especiales para realizar las pruebas.

15. ¿Considera que las medidas adoptadas por el Ministerio de Salud son adecuadas? ¿Son apropiados/demasiado ligeros/demasiado pesados/demasiado estrictos?

Personalmente, creo que son adecuados.

16. ¿Qué equipo de protección se ha proporcionado en su hospital?

Máscaras N95, guantes y gafas protectoras.

17. ¿Cómo está el humor en tu equipo? ¿Hay alguien que deja de ir a trabajar porque tiene miedo de infectarse con el virus?

Tengo un equipo muy bueno y trabajador. Han mostrado un gran valor en medio de la crisis actual. Todo el mundo viene a trabajar y trabaja diligentemente con el PPE disponible.

18. ¿Quién financia las medidas/equipos/instalaciones médicas adicionales?

El Ministerio de Salud a través del Grupo de Trabajo Nacional y de Distrito.

También muchas empresas e individuos han donado mucho para el efecto mencionado.

19. ¿Tiene su hospital equipo respiratorio y suministro de oxígeno?

Tenemos suministros de oxígeno, un ventilador que se utiliza en el quirófano y por lo tanto no es gratuito para su uso en otras unidades del hospital.

20. ¿Cuál es un programa típico de terapia?

Para ser honesto, no estoy tan familiarizado con el régimen de la terapia. Hasta la semana pasada, la atención al paciente era proporcionada por unos pocos médicos seleccionados. Pasaré el esquema de la terapia si tengo otra oportunidad después de revisar las directrices recientemente publicadas.


21. ¿Sigue su hospital las directrices y recomendaciones de la OMS?

Sí.

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